WordPress Geschwindigkeit – Tipps und Tricks

Warum ist die Geschwindigkeit von WordPress Seiten wichtig ?

In der neuen mobilefokusierten Welt werden schnell ladende Websites immer wichtiger. Nicht nur Ihr Google SEO Ranking profitiert von einer blitzschnellen Seite, sondern auch Ihre Kunden werden es Ihnen danken. Eine optimal eingerichtete WordPress Installation erfordert viel Zeitaufwand und Geduld. Doch mit ein paar Tipps und Tricks kann Ihre Homepage in kürzester Zeit schneller sein, als die der Konkurrenz.

 

Analysieren von Performanceproblemen

Das Wichtigste um zu einer flotten Webseite zu kommen, ist erstens herauszufinden wo gebremst wird. Hierzu gibt es im Internet viele mächtige Gratis-Tools, welche Webseiten analysieren, auf Geschwindigkeit testen und auch Verbesserungen vorschlagen.

Sehr wichtig dabei ist die Google Search Console. Mit dieser können Sie Ihre Website von Google analysieren lassen. Sie finden dort auch die Google PageSpeed Insights, mit denen wir uns auseinandersetzen werden. Nach dem Eingeben Ihrer Adresse wird Ihre Seite auf Geschwindigkeit überpüft, sowohl auf Mobile, wie auch auf dem Desktop. Um bei Mobile besonders gut abzuschneiden, ist es wichtig die Website so klein wie möglich zu halten, da das Laden großer Dateien mit mobilem Internet je nach Verbindung langwierig sein kann. Ein wunderbares Feature von PageSpeed ist die Möglichkeit, optimierte Webressourcen für Ihre Website runterzuladen (Hierzu zählen komprimierte Bilder, minified CSS und JS…  Informationen dazu finden Sie weiter unten).

Google Pagespeed

Google Pagespeed

GTmetrix.com ist eine weitere Performance Analyse Seite. Dieses Tool zeigt mehr Informationen als Googles PageSpeed. Auch hier werden direkte Lösungsvorschläge angeboten, um die Geschwindigkeit Ihrer Website zu erhöhen. Rankingkriterien werden hier in 5 verschiedene Kategorien unterteilt.

  • JS: JavaScript abhängige Verbesserungen. Meistens verzögertes Laden von JS Resourcen und das Minifying (Verkleinerung)
  • CSS: Stylesheetoptimierungen. Ebenfalls Minifying und Laden von .css Datein
  • Content: Dies betrifft HTML und HTTP Anfragen. z.B. Redirects, Links, HTML Größe…
  • Images: Hierbei zählen Einstellungen wie Bildgröße und Skalierung
  • Server: Server interne Einstellungen. Diese können meist über eine „.htaccess“ Datei bei Ihrem Hoster bearbeitet werden.
GTMetrix Screenshot

GTMetrix Screenshot

Das Wichtigste zuerst:

Vermeiden Sie das Installieren von vielen Plugins und umständlichen Themes! Durch die Installation vieler Komponenten wird es schwieriger Abhängigkeiten innerhalb Ihrer Website festzustellen und zu beheben. Außerdem kann die Sicherheit Ihrer Website darunter leiden.

 

Empfohlene Performance Plugins

Fast Velocitiy Minfy: Ein Plugin zum Verkleinern (Minify) von Javascript, HTML und CSS. Durch die Minimierung werden von den Dateien Leerzeichen, Absätze und redundante Inhalte entfernt. Dadurch werden die Dateien kleiner und können schneller geladen werden. Außerdem werden alle JavaScript und CSS Inhalte innerhalb der Website zu einer Datei kombiniert. Dadurch wird die Anzahl der Anfragen stark reduziert. Zuletzt bietet dieses Plugin auch noch die Möglichkeit das Laden von Javascript  zu verzögern (Deferred Loading). Durch dies wird verhindert, dass Javascript Dateien den Aufbau der Seite blockieren. Dies kann allerdings zu Problemen führen, wenn Javascript zum Anordnen von Elementen verwendet wird. Das Plugin hat deshalb eine eigene Option, welche verhindert, dass die jQuery Library verzögert geladen wird. Weiters gibt es auch eine Ignore list in welcher Sie händisch .css und .js Dateien eintragen können, welche dann vom Plugin ignoriert werden. Um nach dem Aktivieren des Plugins herauszufinden, welche Dateien Sie auf die „Ignore List“ setzen sollen, können Sie mithilfe von Firefox oder Chrome den Developer Modus mit <F12> öffnen. Dort gehen Sie dann auf den Reiter „Console“ und laden Ihre Website erneut. Nun können Sie sehen, in welchen JSS oder CSS Dateien Ladefehler auftreten.

WP Super Cache: Ein sehr einfaches Plugin welches Caching in Ihrer WordPress Installation aktiviert. Es werden statische HTML-Dateien für Ihren WordPress-Blog generiert. Dies hat den Vorteil, dass die Seiten nicht immer komplett neu generiert werden müssen, sondern einfach eine vorgefertigte Antwort gesendet werden kann. Diese statischen Seiten werden allerdings nur an User gesendet, die nicht eingeloggt sind, damit nicht falsche Inhalte auf der Seite dargestellt werden.

 

Optimierung der Bilder

Um Bilder optimal in Ihre Website zu integrieren, sollten Sie verifizieren, welches Format, Größe und Kompressionslevel verwendet wird. Generell sollte für Photos JPEG und für Vektorgrafiken PNG oder SVG verwendet werden. JPEG ist ein „lossy“ Bildformat. Dies bedeutet, dass bei der Komprimierung Details verloren gehen, allerdings dadurch die Dateigröße stark reduziert wird. PNGs sind „lossless“, daher werden sie zwar auch Komprimiert, allerdings hat dies keine Auswirkung auf Bildqualität. PNGs eignen sich gut für Grafiken mit Texten, da nichts an Bildschärfe und Genauigkeit verloren geht. Wichtig ist es, unkomprimierte Bilder zu vermeiden ( z.B. BMP ), diese können mehrere Megabytes groß sein und dadurch das Laden der Website extrem verlangsamen.

Die .htaccess Datei – Serverkonfiguration

.htaccess-Datein sind Konfigurationsdateien von Apache Webservern. Wichtig sind diese für serverseitige Optimierungen, wie z.B. serverweite Komprimierung mit gzip, Ablaufdatum für Dateitypen ( damit der User nicht bei jeder Anfrage unveränderte Inhalt erneut vom Server laden muss ), und vieles mehr.

Hier ist zum Beispiel der Code, welcher Komprimierung von gzip fuer HTML|TXT|CSS|S|PHP|PL Dateien aktiviert:

<ifModule mod_gzip.c>
mod_gzip_on Yes
mod_gzip_dechunk Yes
mod_gzip_item_include file .(html?|txt|css|js|php|pl)$
mod_gzip_item_include handler ^cgi-script$
mod_gzip_item_include mime ^text/.*
mod_gzip_item_include mime ^application/x-javascript.*
mod_gzip_item_exclude mime ^image/.*
mod_gzip_item_exclude rspheader ^Content-Encoding:.*gzip.*
</ifModule>

Diesen Code einfach am Ende Ihrer .htaccess Datei hinzufügen und anschließend Testen.

 

Datenbankoptimierungen

Eine hohe Anzahl an Datenbankabfragen kann zu schlechter Performance von Webseiten führen. Versuchen Sie deshalb Ihre Datenbanken so klein und sauber wie möglich zu halten und Anfragen zu kombinieren.

Weiteres kann man eine MySQL Datenbank ganz einfach mit „OPTIMIZE TABLE <tablename>;“  optimieren. Dieser Befehl gestaltet das Layout der Tabelle neu und verbessert somit Speicherverbrauch wie auch Zugriffszeiten.

 

Optimiertes WordPress Hosting

Beim peaknetworks WordPress Webspace werden jede Nacht die WordPress Datenbanken optimiert um die Geschwindigkeit hochzuhalten. Sowohl PHP-Einstellungen wie auch Apache Webserverkonfiguration sind auf Stabilität und Performance getrimmt. Der Kunde bestimmt welche PHP Version auf dem Webspace verwendet wird, schnelles PHP 7 oder kompatibles PHP 5. So stellt peaknetworks sicher, dass jedes WordPress Plugin und Theme lauffähig ist.